Dramatisches Finale bei der 3-Städte-Rallye

Niki Schelle wird zu MacGyver

Es war schon dunkel am letzten Freitag, als das Rallyeteam "BORN2DRIVE powered by MVI Group" auf die erste Wertungsprüfung, in der Nähe von Bad Griesbach, startete. Ausgeleuchtet von riesigen Scheinwerfern konnten die Zuschauer die größte Sprungkuppe der Rallye auf dem Hügel nicht verfehlen. Hunderte von ihnen drängten sich an die Absperrungen, um möglichst nah dran zu sein, wenn die Rallyefahrzeuge regelrecht an Ihnen vorbeiflogen. Mit nur einer Sekunde Abstand in der ersten Wertungsprüfung ordnete sich unser Fahrer Niki Schelle mit Beifahrer Jan Enderle direkt hinter dem „Zebra“ von Ruben Zeltner auf Platz vier ein.

Doch der erwartete Porsche-Zweikampf blieb aus. Zeltner fiel leider schon am nächsten Tag in der ersten Prüfung wegen technischer Probleme aus. Aber auch unsere „Black Beauty“ bekam große Schwierigkeiten. „Plötzlich hat der GT3 das Gas nicht mehr angenommen, obwohl das Pedal voll, wie es sich gehört, durchgedrückt war. Während wir nun im Standgas um die Strecke fuhren, lief aber auch die Uhr unerbittlich weiter. Nach intensiver Fehlersuche ist mir dann endlich der gerissene Gaszug im Fußraum aufgefallen,“ berichtet Niki Schelle. Mit fast 1,5 Minuten Abstand zum erstplatzierten Fabian Kreim und damit den 87. Platz in der 5. Wertungsprüfung, schleppte sich unser Porsche gerade noch ins Ziel. „Ich habe mich schon auf dem Heimweg gesehen“, so Niki. Jeder andere hätte in dieser Situation aufgegeben, doch nicht er. In bester MacGyver-Manier arbeitete er an einer Lösung. Mit dem Seilzug an der rechten Hand festgebunden und das Lenkrad in der Linken, ging es auf die 6. Wertungsprüfung. Das Schalten musste fortan sein Co-Pilot übernehmen. An ein Podium war zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr zu denken. Unfassbar, aber mit diesem Trick verlor er in der folgenden Wertungsprüfung nur 27 Sekunden auf die Führung. 

Packendes Finish

Zurück im Service musste es schnell gehen, denn dieser ist auf 20 Minuten begrenzt. Das geschickte Mechanikerteam schaffte es in Rekordzeit das neue Gasseil zu verlegen. Voll motiviert von diesem Engagement und angespornt vom MVI Group Mitarbeiter-Fanclub, der extra zum Anfeuern in den Serviceplatz gekommen war, fuhr Schelle in den folgenden zwei Wertungsprüfungen jeweils die zweitschnellste Zeit. Damit war unser Rallyeteam zurück im Kampf um den Podiumsplatz und schaffte es sogar das Rennen mit dem 3. Platz zu beenden.

Ein sensationeller Abschluss für diese spannende Motorsportsaison 2015. Selbstverständlich werden wir Sie auf dem Laufenden halten, wie es im nächsten Jahr mit unserem Rallyeteam weitergehen wird. Eines ist jedenfalls schon sicher, wir haben in diesem Jahr sehr viele motorsportbegeisterte Fans gewonnen.