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Chancen durch 5G in der Logistik

- 15. Juni 2021 - | MVI-Group, Proplant

5G gilt als die nächste Stufe der digitalen Transformation, welche die industrielle Fertigung in die Zukunft führt. Sie eröffnet Perspektiven einer autonomen und effizienteren Mobilität und einer optimierten Transparenz in der Supply Chain. Uwe Volmer, Senior Consultant der MVI PROPLANT, ist seit über 20 Jahren in der Logistik international tätig und hat sich von Anfang an mit Innovativthemen wie fahrerlosen Transportsystemen (FTF) beschäftigt. Im Interview spricht er über die Möglichkeiten von 5G in der Logistik und erklärt die Zusammenhänge

 

» Herr Volmer, wo steht die Logistik-Branche gerade beim Thema 5G?
Momentan noch am Anfang, weil 5G noch nicht flächendeckend verfügbar ist. Die Erwartungshaltung an diese Technologie ist in der Logistikbranche jedoch extrem hoch. 5G wurde die letzten Jahre sehr hochgehängt, weil darin ein Mittel gesehen wird, welches die Logistik maßgeblich verändern kann.

» Was soll 5G für die zukünftige Logistik leisten?
Es gibt zwei Treiber in der Branche: Die Suche zum einen nach einer eleganten und funktionsfähigen Lösung, um Track & Trace zu etablieren, und zum anderen nach einem deutlich schnelleren und effizienten Management von großen Datenmengen. Das heißt, durch automatisierte und vernetzte Logistikprozesse können eine zuverlässigere Sendungsverfolgung und auch eine optimierte Mobilität geschaffen werden. Um diese Anforderungen an die zukünftige Logistik realisieren zu können, muss eine umfassende Interaktion zwischen Transportfahrzeugen, Maschinen, Anlagen und Waren gegeben sein. Dabei werden aber riesige Mengen Daten erzeugt. Das Mittel, um diese Daten managen zu können, ist 5G.

» Wie ist die derzeitige Marktentwicklung?
Eine tatsächliche, durchgängige Transparenz in der Lieferkette schafft aktuell z.B. Amazon weil sie ein in sich geschlossenes System haben. Bei deren eigenem Lieferservice werden alle Lieferfahrzeuge getrackt. Damit kann Amazon die Standortbestimmung der Waren recht genau anzeigen lassen. Prinzipiell haben die meisten modernen Lkws auch ein GPS-Tracking bereits installiert, aber die Daten werden auf die Prozessbeteiligten einer Lieferkette nicht richtig verteilt. Die Positionierung und Lokalisierung von Waren innerhalb von Lagerhallen, Zwischen-Depots und den damit verbundenen Übergaben von verschiedenen Transport-Dienstleistern, wird heute oftmals immer noch per Barcode-Scan gemacht, d.h. der Fahrer spielt hier eine wichtige Rolle, wann und wo er welchen Scan durchführt. Statt Scannen kann man Waren aber auch chippen, so dass ohne weiteren Aufwand jeder jederzeit online sehen kann, wo sich die Ware befindet.

» Welche Vorteile bringen die 5G-Chips und wie genau funktioniert das?
Im Prinzip werden in den meisten Fällen die Behälter gechipt, in denen die Produkte transportiert werden, insbesondere bei Mehrweg-Behältern macht dies Sinn, wie z.B. auch bei einer Euro-Palette. Denn die Daten eines Chips können über das 5G-Funknetz an die Systeme übermittelt werden. Die Prozessbeteiligten nutzen normierte Kriterien, anhand derer sie die für ihren Prozessschritt notwendigen Daten in ihrem System abrufen können. Je standardisierter die Logistik-Normen, desto effizienter läuft das Datenauslesen und der Datenaustausch.
Um die Transparenz aber wirklich durchgängig hinzukriegen, gibt es Überlegungen, dass z.B. Container-Schiffe oder Fracht-Flugzeuge auch eigene 5G-Netze aufbauen, sozusagen einen „5G-Router“ an Bord haben. Im Luftfahrtbereich ist das noch am relevantesten. Weil Flugzeuge Waren schneller transportieren können als andere Transportfahrzeuge, will man hier noch am ehesten die Lieferungen in kurzen zeitlichen Abständen nachverfolgen können. Dies generiert natürlich größere Datenmengen. IT-technisch betrachtet, sind also zum einen die Performance, zum anderen die Skalierbarkeit aufgrund des erhöhten Datenaufkommens die wichtigsten Voraussetzungen für solche Anforderungen. Genau deshalb möchte man auf 5G setzen.​​​​​​​
In der soeben beschriebenen Form wird es sicher noch dauern. Aber das Thema 5G in der Logistik ist bereits jetzt keine Zukunftsmusik mehr. In immer mehr Betrieben sind die klassischen Euro-Paletten bereits mit 5G-Chips ausgerüstet. Der Chip ist meist im Fuß der Palette verbaut. Schon jetzt gibt es Produzenten, die mit dieser Technik den Standort jeder einzelnen Euro-Palette bestimmen können und, durch die verknüpften Buchungen, was diese Palette für Ware transportiert. Aktuell eben noch beschränkt auf die 5G-Campus-Netze in Produktionsstätten, die noch im Aufbau sind, oder aber mit zum Teil deutlichen Lücken im aktuellen LTE-Netz.

» Wie können wir als Logistik-Partner unseren Kunden dabei helfen, noch mehr in Richtung 5G zu denken?
Zugegeben kommen wir aktuell in Deutschland noch nicht so schnell mit dem Ausbau des 5G-Netzes vorwärts, wie anfänglich gedacht, da die Technologie auch beim Endkunden noch nicht so verbreitet ist. Trotzdem sind die Vorteile für den Einsatz von 5G für die Logistikprozesse und damit auch für die Endnutzer enorm. Wir berücksichtigen das natürlich schon jetzt in unseren Projekten und lassen dies für die konkreten Anwendungsfälle in den Kunden-Fachbereichen, für die wir tätig sind, einfließen. Das ist aktuell die Grundlagen-Arbeit für später: Wir sammeln jetzt schon das Prozess-Know-how für mögliche 5G-Anwendungsfälle, um in Zukunft professionell agieren zu können, sobald die 5G-Technologien flächendeckend für die Logistik nutzbar wird.

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